Die ersten Schritte des stillen Kindes
Es ist schwer zu
sagen, in welchen Zeiten der Weltgeschichte Child in Silence denn
nun gegründet wurde. Als gesicherte Tatsache gilt, dass im Jahre
1998 Tody bei einem Konzert auf Volli traf und in ihm die richtige
Lebensform sah, die vakante Position des Schlagzeugers in seiner
gerade mit zwei Gitarre spielenden Fraggles gegründeten Band zu
besetzen. Diese Gruppierung löste sich jedoch schon nach der ersten
gemeinsamen Jam-Session wieder auf, aber Tody und Volli
beschlossen, sich auch weiterhin an der Musik zu erfreuen. Dies war
jedoch ein wenig schwierig, denn Todys Bassspiel hatte nichts von
der Kunst eines Victor Wooden oder Steve Rowe - schon allein
deshalb, weil diese zwei Herren ihr Instrument von Zeit zu Zeit
auch mal anfassen. So beschloss Tody, seiner bisher für die
Bestellung von Star-Wars - Spielfiguren eingesetzten Stimme einen
neuen Sinn zu geben und zu brüllen wie ein wild gewordenes
Eichhörnchen. Doch eine mit deutschen Steuergeldern finanzierte
Trommel und eine von Jack Daniels geprägte Stimme machen nun mal
noch keine Band und so suchten sich die zwei neuen Gefährten einen
Weg, um mit möglichst wenig Aufwand einen kompetenten Gitarristen
für ihre Ideologie der Musik zu gewinnen. Nach ein paar Monaten
(oder Jahren?) und dem ein oder anderen Zupfer später, stieß man
auf Benni, der in seinem Gefolge André als neuen Basser mitbrachte.
Komplettiert wurde die Truppe schließlich mit Mogi, der ein
unglaublich leichtes und rückenschonendes E-Piano in den Proberaum
stellte. Irgendwann nahm jedoch der für einen „Hochzeitsauftritt“
für den Ton zuständige Simon Andrés Platz als Mr. Bass ein. Gegen
Ende des Jahres 2000 folgte schließlich auch der erste Auftritt in
einer Scheune voller sitzender Filmfreaks. Im Laufe der letzten
drei Jahre kam man immer mehr von der ursprünglich praktizierten
Richtung des knüppelnden Metals ab und vermischte die Musikstile
von Bands wie Soulfly, Muse und Silverchair zu einem Genre, das am
ehesten der Alternative zugeschrieben werden sollte.
